Die Geschichte des bkb

In seinem Grußwort zur Ausstellung bochumerkünstler2015 schrieb der damalige Kulturdezernent Michael Townsend: „Das Bochumer Kulturamt rief 1946 zur Bildung einer Künstlervereinigung auf. Nach den dunklen Jahren des Nationalsozialismus galt es einen Neuanfang zu wagen. Und dieser Neuanfang durch das künstlerische Formen, Hinterfragen, Infragestellen, Erschaffen, Inszenieren und Bilden mit Farbe, Leinwand, Papier, durch Malerei, Zeichnung, Objekt, Skulptur, Installation oder Performance war in diesen jungen bundesdeutschen Jahren keine Selbstverständlichkeit und schon gar kein Maßstab. Bochums Künstlerinnen und Künstler nahmen dieses Angebot und diesen Neuanfang kraftvoll in die eigene Hand und präsentieren so bis heute ihren Blick auf die Dinge, die Welt im Kleinen, im Großen und im Besonderen.“

Der bochumerkünstlerbund wurde am 7. 12. 1946 gegründet, die Genehmigung durch die Militärregierung wurde am 10. 12. 1946 erteilt.

Seit seiner Gründung hat der bkb regelmäßig Ausstellungen an verschiedensten Orten für seine Mitglieder organisiert.

Hier ein Auszug der Aktivitäten:

bochumerkünstler – die große Übersichtsausstellung des bochumerkünstlerbundes:

1946 und 1958 im Bergbaumuseum

1947 bis 1950 jährlich im Richard-Baltz-Haus

1951 bis 1956 jährlich im Hotel Metropol

Seit 1960 elfmal  in der Städtischen Kunstgalerie Bochum

Seit 1984 im Kunstmuseum Bochum, 2018 zum 12. Mal

Zwischenbilanz – ein Ausstellungsformat im Kunstmuseum Bochum mit vorgegebenem Thema:

2002 Zwischenbilanz I – Schichten/Schichtungen

2005 Zwischenbilanz II – Schwarz-Weiß

2008 Zwischenbilanz III – Heimatbilder

2011 Zwischenbilanz IV –  Halbzeit – elf Freundinnen sollt ihr sein (zur Frauen Fußball WM)

2014 Zwischenbilanz V – SpielRaum

 2019 Zwischenbilanz VI – (Crashtest) Europa

Einzelne thematische Projekte:

1978 „Über Shakespeare“, Bochum-City

2014 „Ist es schon Wahnsinn, so hat es doch Methode“ –zum Shakespeare-Jubiläum, Kunstraum unten, Bochum

2002 Ausstellung zur Bochumer Bürger Bibel, Paulus-Kirche, Bochum

2017 Projekt MEMENTO für die Unbedachten – Bedachten

1989 Konfrontation Kunst-Bergbau, Bergbaumuseum, Bochum (wurde auch in Ibbenbüren gezeigt)

2018 RUHE! LICHT AUS!, Kunstkirche Christ-König

Der bkb im Bochumer Kulturrat auf der Zeche Lothringen:

1992 Herrschaft

2009 FREMDsein

2011 Neue Sichten

kunstzweidrei – eine Ausstellungsreihe in verschiedenen Orten in Bochum:

2005 kunstzweidrei, Verwaltungs-und Wirtschaftsakademie

2006 kunstzweidrei, Technologie- und Gründerzentrum Zeche Holland

2007 kunstzweidrei, Zentrum für Stadtgeschichte

2008 kunstzweidrei, Christ-König-Kirche

Der bkb und das Feiern:

1949 Feder, Schminke und Palette, Bochumer Presseball

1986 Künstlerfête, Museum Bochum

1992 und 1994  Mummenschanz und Musentanz (Gestaltung der Dekoration durch den bkb)

Der bkb on Tour (Der bkb präsentiert sich in anderen Städten und Ausstellungskooperationen):

1974 Moers

1976 Hückelhoven

1977 Bonn

1983 Museo de Bellas Artes de Asturias, Oviedo(Städtepartnerschaft);

1984 Essen

1990 und 2017 Ibbenbüren

1991 Kunstmuseum Donezk(Städtepartnerschaft)

1998 Bedburg-Hau

2002 Witten

2004 und 2016 Dortmund

2007 Mülheim Ruhr

2013 Herne

RUHR.2010:

2007 Entwicklung der Grundidee für Gemeinschaftsprojekte zur Kulturhauptstadt durch den bkb. Offizielle Bewerbung und Kontaktaufnahme zu den Künstlerverbänden der Region;

2008 Zusammenkunft  mit Vertretern der Künstlerverbände, Idee: STARKE ORTE, Museum Bochum;

2009 STARKE ORTE, offizielle Aufnahme in das Programm der Kulturhauptstadt

2010 Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010: STARKE ORTE als Netzwerk von 16 Künstlerbünden

Aktionsorte: Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle, Bochum, Organisation: bkb,

Mitgliederbeteiligungen: Luftschutzbunker Herne-Sodingen, Historisches Amtshaus Mengede, Phoenix-Halle und Mauer Atelierhaus Westfalenhütte in Dortmund, Scheidt’sche Tuchfabrik, Essen, Weichenhalle, Witten, Heilig-Kreuz-Kirche, Bottrop, Solarbunker, Gelsenkirchen

Weiterführung des Projektes STARKE ORTE (Urbane Räume) nach 2010:

2011 quergesponnen, Scheidt’schen Hallen Essen-Kettwig (bkb-Beteiligung)

PARADIES – KunstRaum, Kunst in Christ-König, Organisation: bkb

2012 Höhlenkunst,  Klutert-Höhle,  Ennepetal (bkb-Beteiligung);

Einzelstück, Atelierhaus Westfalenhütte, Dortmund (bkb-Beteiligung)

2013 Das Beste zum Schluss, ehem. Museum am Ostwall, Dortmund (bkb-Beteiligung);

Neue Perspektiven, Luftschutzbunker, Herne-Sodingen (bkb-Beteiligung);

zwischenraumzwischenzeit, ehem. Polizeigebäude,Gersteinring, Bochum, Organisation: bkb

70 Jahre bochumerkünstlerbund – Jubiäumsjahr 2016

Auftakt zum 70jährigen Bestehen im Januar im Kunstmuseum Bochum;

Im Blick der Anderen (Künstlerportraits), Rottstr5 Kunsthallen, Bochum

Kemnade I bis IV – der bochumerkünstlerund im Kulturhistorischen Museum der Stadt Bochum

DIE ERSTE, Die erste Ausstellung in der bkb Galerie13

Der bochumerkünstlerbund gestern und heute-ein Ausschnitt im Schliekerhaus

Der bochumerkünstlerbund im Rathaus

Der Kunstkalender des bochumerkünstlerbundes

In ununterbrochener Folge gibt der bochumerkünstlerbund seit 1953 jährlich einen Kalender mit Originalen heraus.

Jedes Kalenderblatt ist nummeriert und von der Künstlerin / dem Künstler handsigniert. Verschiedenste Techniken wie Radierung, Siebdruck, Fotografie, Offsetlithographie etc. kommen zum Einsatz. Die Themen, die von den Künstlerinnen und Künstlern in den Kalenderblättern aufgegriffen wurden, sind seit Beginn sehr vielfältig und spiegeln in beeindruckender Weise den Zeitgeist der einzelnen Jahrzehnte wider. Die Auflagenhöhe liegt heute bei  450 Exemplaren. Der Kalender für 2020 ist der 67. in Folge.

Vorsitzende des bkb

1946 – 1950 Reinhold Schäfer

1950 – 1952 Erich Döhmann

1952 – 1960 Hans Keidel

1960 – 1964 Werner Keidel

1964 – 1967 Friedrich Gräsel, Hans Keidel, Hans-Jürgen Schlieker

1967 – 1973 Hans Jürgen Schlieker

1973 – 1981 Hermann Metzger

1981 – 1984  Bernd Figgemeier

1984 – 1986  Artur Cremer-Acre

1986 – 1996  Werner Block

1996 – 2000 Gabriele Elger

2000 – 2012 Klaus Nixdorf

2012 – 2017 Doris Kirschner-Hamer

Seit 2017 Jacqueline Kraemer